Franziska Thorn und Benedikt Deschner stellen sich vor.

Was motiviert mich?

Benedikt Deschner
(31 Jahre, Hamburg)

Unser Gesundheitswesen ist bislang weder gerecht noch stabil finanziert. Es ist aus finanzpolitischen Vorstellungen zu einem bloßen Reparaturbetrieb geworden. Die umfassende Qualifikation der Ärzte und des pflegerischen Personals sowie die Bedürfnisse und die Expertise der Patient*innen werden oftmals vernachlässigt. Mit tragischen Konsequenzen für die Patient*innen, die manchmal sogar zum Tod führen. Das ist für mich nicht akzeptabel.

Was möchte ich durch mein Engagement verändern?

Ich setze mich dafür ein, dass an Parkinson erkrankte Menschen qualifiziert, auf dem State of the Art der Humanmedizin und bedürfnisorientiert versorgt werden. Um dies zu erreichen, ist es unverzichtbar, dass das Gesundheitspersonal flächendeckend über die Symptomatik und die Behandlungsmöglichkeiten von Parkinson Erkrankungen aufgeklärt und entsprechend qualifiziert wird. Das genügt jedoch nicht: Die Zusatzausbildung zur Parkinson Nurse muss bundesweit anerkannt werden. Deutschland hinkt da anderen europäischen Ländern hinterher. Jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht, Alter oder Erkrankung hat das Recht auf eine adäquate medizinische Behandlung. Es ist höchste Zeit, dass dieses Recht zur Realität wird!

Wie möchte ich dazu beitragen, dass unsere Ziele erreicht werden?

Gesellschaftliche Veränderung, Innovationen und Fortschritt werden durch Aufklärung, Wissen und persönlichem Engagement erreicht. Dabei bedarf es der Kommunikation. Einerseits möchte ich die Positionen und Ziele unserer Kampagne transparent vermitteln. Andererseits sind die Parkinsonerkrankungen eine Volkskrankheit und kein Minderheitenthema. Parkinsonerkrankungen  kennen keine demographischen Grenzen. Es betrifft zwar größtenteils ältere Menschen, aber auch junge Menschen erkranken. Daher möchte ich gemeinsam mit Franziska weitere Unterstützer*innen und Freund*innen finden, sodass unserem Anliegen die Bedeutung zukommt, die es schon lange haben sollte: Es geht um das Recht auf ein Leben in Selbstbestimmung und Lebensqualität auch für Erkrankte. Und das geht uns alle an!

Benedikt.Deschner@parkinson-bund.de
+49 (0)152 07414350

Was motiviert mich?

Franziska Thorn
(30 Jahre, Frankfurt)

Als Angehörige musste ich mit ansehen, wie ein geliebtes Familienmitglied auf Grund von Unwissenheit der Ärzte und des Pflegepersonals sterben musste. Morbus Parkinson zählt mittlerweile zu den Volkskrankheiten in Deutschland. Wie kann es sein, dass nur vereinzelt qualifizierte Fachkräfte in deutschen Krankenhäusern eingesetzt werden, um eine optimale und patientenorientierte Behandlung zu gewährleisten? Wie kann es sein, dass wir als Angehörige kein Gehör bei den Ärzten finden und nicht ernst genommen werden?

Was möchte ich durch mein Engagement verändern?

Ich sehe es als meine Pflicht, dafür zu kämpfen, dass die Versorgung speziell für an Parkinson erkrankten Menschen verbessert wird und das Fachpersonal entsprechend ausgebildet und geschult wird. Die Zusatzausbildung Parkinson Nurse muss, wie auch in anderen europäischen Ländern, bundesweit anerkannt werden, damit eine optimale Versorgung stattfinden kann. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf eine medizinische Versorgung, die zur Genesung beiträgt. Der Mensch steht an erster Stelle und nicht die finanziellen Faktoren des wirtschaftlichen Unternehmens Krankenhaus.

Wie möchte ich dazu beitragen, dass unsere Ziele erreicht werden?

Mit all meiner Kraft und meinen Ressourcen setze ich mich dafür ein, dass die Öffentlichkeit und die Politik über die menschenunwürdigen und fast schon absurden Zustände in deutschen Kliniken und Krankenhäusern informiert sind. Das was in den Krankenhäusern mit Patienten passiert, die an Parkinson erkrankt sind, muss sichtbar gemacht werden. Denn eines ist leider traurige Gewissheit: dass auf Grund von radikalem Medikamentenentzug ein Mensch sterben muss, ist leider keine Seltenheit. Kein Mensch darf auf Grund von Unwissenheit und fehlender Qualifikation sterben. Und letztendlich kann es jeden von uns treffen, dessen sollten wir uns bewusst sein. Daher setzte ich mich als junger und gesunder Mensch mit meiner Stimme dafür ein, dass die Zahl solcher Schicksale drastisch sinkt, damit sich die Lebensqualität erheblich steigern kann.

Franziska.Thorn@parkinson-bund.de

+49 (0) 170 2314387