Pflege-Wegweiser "Häusliche Pflege"

Einen Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung (Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Pflegehilfsmittel) haben Sie, wenn Sie einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen und die Voraussetzungen für Pflegebedürftigkeit erfüllen. Mit Feststellung des Pflegegrads sind Sie (rückwirkend) ab dem Monat Ihrer Antragstellung anspruchsberechtigt.
Wir möchten Ihnen hier einen groben Überblick über die wichtigsten Leistungen der Pflegekasse bzgl. "Häusliche Pflege durch Angehörige" geben. Das Pflegestärkungsgestz ist allerdings zu umfangreich, zu komplex und auch zu kompliziert als dass wir hier auf alles eingehen könnten. In der nachstehenden Grafik haben wir Ihnen Einrichtungen aufgelistet, bei denen Sie sich beraten lassen können.

Informationsblatt zur Kostenerstattung der Pflegehilfsmittel

Begriffserklärungen


Pflegegeld:

Geldleistung der Pflegeversicherung. Diese wird gezahlt, wenn die Pflege Zuhause zum Beispiel durch Angehörige erfolgt. Die Höhe des Pflegegeldes ist vom Pflegegrad einer Person abhängig und wird den Pflegebedürftigen monatlich ausgezahlt. Sie können über die Verwendung des Pflegegeldes grundsätzlich frei verfügen. Es besteht die Möglichkeit, den Bezug von Pflegegeld mit der Inanspruchnahme von ambulanten Pflegesachleistungen (z.B. Hilfe von Pflegediensten) zu kombinieren.

Entlastungsbetrag:

Der Entlastungsbetrag dient der Erstattung von Aufwendungen, die den Versicherten entstehen im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Leistungen der Tages- oder Nachtpflege, der Kurzzeitpflege, der ambulanten Pflegedienste im Sinne des § 36.

Verhinderungspflege:

Pflegevertretung in der häuslichen Pflege, wenn pflegende Angehörige/Ehrenamztliche wegen z.B. Krankheit oder Urlaub vorübergehend ausfallen. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten der Ersatzpflege für maximal sechs Wochen (42 Tage) im Jahr.
Voraussetzung: die pflegebedürftige Person wurde mindestens sechs Monate lang in ihrer häuslichen Umgebung gepflegt.

Kurzzeitpflege:

Vollstationäre Unterbringung einer pflegebedürftige Person für eine begrenzte Zeit in einer vollstationären Pflegeeinrichtung. Die Kurzzeitpflege ist auf eine Dauer von 56 Tage im Jahr begrenzt und kann zusätzlich mit der Verhinderungspflege kombiniert werden.

Tagespflege/Nachtpflege:

Teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege. Die teilstationäre Einrichtung übernimmt die Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung und zurück .