Zum Beispiel Wolfgang B.

Wolfgang B. (79) aus Frankfurt am Main hat sich im Februar 2019 den Oberschenkelhals gebrochen. In der Klinik angekommen, teilte er den Ärzten mit, dass er seit 16 Jahren an Parkinson leidet und entsprechende Medikamente nimmt. Nach der Operation setzte das Ärzteteam der Chirurgischen Abteilung seine Parkinson Medikation ab, ohne einen Neurologen zu konsultieren. Der plötzliche Entzug der Medikamente führte zu einem lebensbedrohlichen Akinese Schock. Erst nach einem Schreiben der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung an den leitenden Oberarzt der Abteilung wurde nach über zwei Wochen ein Neurologe hinzugezogen. In der Zwischenzeit waren ein Dekubitus, hohes Fieber und eine Lungenentzündung hinzugekommen, die einen Aufenthalt auf der Intensivstation notwendig machten. Erst hier erhielt Wolfgang B. die erforderlichen Parkinsonmedikamente. Nach einem weiteren Aufenthalt in der Neurologie und Geriatrie ist Wolfgang im April 2019 verstorben.

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